Zungenrede: Ein Zeichen, das abgelehnt wird

Jesaja prophezeite mutig, dass die Geburt des Messias, Immanuel (Gott mit uns), ein Zeichen sein würde.

Jesaja 7:10-16
10 Und der HERR fuhr fort, zu Ahas zu reden, und sprach: 11 Fordere dir ein Zeichen vom HERRN, deinem Gott! In der Tiefe fordere es oder oben in der Höhe! 12 Ahas aber sagte: Ich will nicht fordern und will den HERRN nicht auf die Probe stellen. 13 Da sprach er: Hört doch, Haus David! Ist es euch zu wenig, Menschen zu ermüden, dass ihr auch meinen Gott ermüdet? 14 Darum wird der Herr selbst euch ein Zeichen geben: Siehe, die Jungfrau wird schwanger werden und einen Sohn gebären und wird seinen Namen Immanuel nennen. 15 Rahm und Honig wird er essen, bis er weiß, das Böse zu verwerfen und das Gute zu wählen. 16 Denn ehe der Junge weiß, das Böse zu verwerfen und das Gute zu wählen, wird das Land verlassen sein, vor dessen beiden Königen dir graut. 

Im Lukasevangelium wird berichtet, dass Jesus selbst ein Zeichen sein würde, dem viele widersprechen würden, welches man also ablehnen würde. Es ist interessant, bei der Betrachtung der Evangelien festzustellen, dass Jesus von den religiösen Führern abgelehnt wurde. Obwohl Jesus Zeichen (Wunder) der Heilung, der Auferweckung von Toten, des Wandelns auf dem Wasser (um nur einige zu nennen) vollbrachte, war er tatsächlich das anfängliche Zeichen, das von der Mehrheit Israels abgelehnt werden würde.

Lukas 2:25-35
25 Und siehe, es war in Jerusalem ein Mensch, mit Namen Simeon; und dieser Mensch war gerecht und gottesfürchtig und wartete auf den Trost Israels; und der Heilige Geist war auf ihm. 26 Und ihm war von dem Heiligen Geist eine göttliche Zusage zuteilgeworden, dass er den Tod nicht sehen werde, ehe er den Christus des Herrn gesehen habe. 27 Und er kam durch den Geist in den Tempel. Und als die Eltern das Kind Jesus hereinbrachten, um mit ihm nach der Gewohnheit des Gesetzes zu tun, 28 da nahm auch er es in seine Arme und lobte Gott und sprach: 29 Nun, Herr, entlässt du deinen Knecht nach deinem Wort in Frieden; 30 denn meine Augen haben dein Heil gesehen, 31 das du bereitet hast im Angesicht aller Völker: 32 ein Licht zur Offenbarung für die Nationen und zur Herrlichkeit deines Volkes Israel. 33 Und sein Vater und seine Mutter wunderten sich über das, was über ihn geredet wurde. 34 Und Simeon segnete sie und sprach zu Maria, seiner Mutter: Siehe, dieser ist gesetzt zum Fall und Aufstehen vieler in Israel und zu einem Zeichen, dem widersprochen wird 35 – aber auch deine eigene Seele wird ein Schwert durchdringen –, damit Überlegungen aus vielen Herzen offenbar werden. 
Matthäus 21:42
42 Jesus spricht zu ihnen: Habt ihr nie in den Schriften gelesen: »Der Stein, den die Bauleute verworfen haben, dieser ist zum Eckstein geworden; von dem Herrn her ist er dies geworden, und er ist wunderbar in unseren Augen«?

Die Zungenrede ist Gottes Zeichen, das abgelehnt wird

Jesaja fährt fort, mutig über die Zungenrede zu prophezeien, und wie diese abgelehnt und verworfen werden würde.

Jesaja 28:11-13
11 Ja, durch stammelnde Lippen und durch eine fremde Sprache wird er zu diesem Volk reden, 12 er, der zu ihnen sprach: Dies ist die Ruhe, verschafft dem Ermüdeten Ruhe; und dies ist die Erquickung! Aber sie wollten nicht hören. 13 Und so wird ihnen das Wort des HERRN sein: Gebot auf Gebot, Gebot auf Gebot, Vorschrift auf Vorschrift, Vorschrift auf Vorschrift, hier ein wenig, da ein wenig; damit sie hingehen und rückwärts fallen und zerschmettert werden und verstrickt und gefangen werden.

Paulus zitiert aus Jesaja und weist auf Zungenreden hin

Paulus zitiert hier im 1. Korintherbrief aus Jesaja 28 und bezeichnet die Zungenrede als ein Zeichen. Diejenigen, die an Jesus glauben, tun Zeichen bzw. Wunder (siehe Markus 16:17-18), genauso wie Jesus es tat (Johannes 14:12) aber die Zungenrede ist das erste Zeichen.

1 Korinther 14:21-22
21 Im Gesetz steht geschrieben: »Ich will in anderen Zungen und mit anderen Lippen reden zu diesem Volk, aber auch so werden sie nicht auf mich hören, spricht der Herr.«
22 Darum ist die Zungenrede ein Zeichen nicht für die Gläubigen, sondern für die Ungläubigen; die prophetische Rede aber ein Zeichen nicht für die Ungläubigen, sondern für die Gläubigen.

Jesaja 28v11-12 spricht von Zungenrede, Ruhe und Erquickung

Jesaja beschrieb die Zungenrede mit Ruhe und Erquickung. Jesus sprach von Ruhe.

Matthäus 11:28-30
28 Kommt her zu mir, alle ihr Mühseligen und Beladenen! Und ich werde euch Ruhe geben.
29 Nehmt auf euch mein Joch, und lernt von mir! Denn ich bin sanftmütig und von Herzen demütig, und »ihr werdet Ruhe finden für eure Seelen «;
30 denn mein Joch ist sanft, und meine Last ist leicht.

Petrus sprach von der Erquickung, als er sich auf den Empfang des Heiligen Geistes bezog.

Apostelgeschichte 3:19-20
19 So tut nun Buße und bekehrt euch, dass eure Sünden ausgetilgt werden,
20 damit Zeiten der Erquickung kommen vom Angesicht des Herrn und er den euch vorausbestimmten Jesus Christus sende! 

Die Zungensprache ist der Beweis für das Empfangen des Heiligen Geistes

Apostelgeschichte 2:4
4 und sie wurden alle erfüllt von dem Heiligen Geist und fingen an zu predigen in anderen Sprachen, wie der Geist ihnen zu reden eingab.

Apostelgeschichte 10:44-47
44 Da Petrus noch diese Worte redete, fiel der Heilige Geist auf alle, die dem Wort zuhörten.
45 Und die gläubig gewordenen Juden, die mit Petrus gekommen waren, entsetzten sich, weil auch auf die Heiden die Gabe des Heiligen Geistes ausgegossen wurde;
46 denn sie hörten, dass sie in Zungen redeten und Gott hoch priesen. Da antwortete Petrus:
47 Kann auch jemand denen das Wasser zur Taufe verwehren, die den Heiligen Geist empfangen haben ebenso wie wir?
Apostelgeschichte 19:6
6 Und als Paulus ihnen die Hände auflegte, kam der Heilige Geist auf sie und sie redeten in Zungen und weissagten.

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