Dominik aus Südtirol

Mein Name ist Dominik und ich komme aus Südtirol, einem sehr katholischen Land. So bin auch ich in einer katholischen Familie aufgewachsen. Mir hat es an nichts gefehlt und ich hatte alles, was man sich so als Kind wünschen könnte. Ich habe oft die Messe in der Kirche besucht, jedoch hatte ich nie wirklich eine Verbindung zu Gott und sah es zu dieser Zeit meines Lebens auch nicht als notwendig an. Ich bin einfach mit in die Kirche gegangen, um den Rest der Familie nicht alleine gehen zu lassen.

Als ich dann älter wurde und berufsbedingt nicht mehr so viel zu Hause war, lernte ich meine jetzige Frau Miriam kennen. Sie war in einer Geist-erfüllten Familie aufgewachsen und hatte daher auch den Geist Gottes in sich, weshalb sie mit mir auch oft über Gott sprechen wollte, um auch mir die Rettung näher zu bringen.

Im Nachhinein würde ich gerne schreiben, dass ich mich sofort sehr für Gott interessiert habe, doch das war leider nicht der Fall.  Ich wollte nicht darüber sprechen und wurde immer aufbrausend, denn ich wollte mich einfach zu nichts drängen lassen, weil ich mit meinem Leben zufrieden war und ich es nicht ändern und von anderen abhängig machen wollte. Jedoch muss ich sagen, dass mich Miriam, ihre Familie und gelegentliche Gäste der Christengemeinde immer sehr überrascht haben, weil ich in meinem Leben nicht oft so nette, großzügige und liebevolle Menschen getroffen hatte. Diese Eindrücke hatte ich dann auch wieder, als wir für ein Wochenende nach London geflogen waren, um die Gemeinde dort zu besuchen. Dort war es auch das erste Mal, dass ich eine Versammlung besuchte und obwohl ich kein Teil der Gemeinde war und Gott immer noch nicht Teil meines Lebens war, fühlte ich mich wohl und hatte ein warmes Gefühl im Herzen.

Als unsere Beziehung sich weiterentwickelte und wir vorhatten zu heiraten, wurde uns aber beiden klar, dass unsere Beziehung unter diesen Umständen nicht lange Bestand haben würde, weshalb ich mich endlich überwinden konnte, mein Herz Gott zu öffnen: Ich ließ mich durch vollständiges Untertauchen im Wasser taufen und empfing den Heiligen Geist. Seitdem habe ich mich nie wieder alleine gefühlt.

Am 19. Mai 2019 konnten wir uns dann das Jawort geben und der Weg als Familie im Herrn konnte beginnen.

Es war alles andere als eine leichte Entscheidung für mich, da ich immer sehr von der Meinung anderer abhängig war, aber es ist nur selten der einfache Weg der richtige.

Ich hoffe und bete dafür, dass auch meine Familie eines Tages zu Gott umkehrt und seine Liebe und Herrlichkeit erfahren kann.

Amen