Mein Name ist Helmuth und ich lebe in Südtirol – Norditalien. Dieses Land ist vorwiegend katholisch und so bin auch ich in einer solchen Familie aufgewachsen. Als kleiner Junge war ich Ministrant und ich wollte später sogar Pfarrer werden. In jener Zeit war es nicht leicht für meine Eltern 5 Jungs großzuziehen und so litt ich unter täglichem Streit, dem zunehmenden Alkoholproblem meiner Eltern und der offensichtlichen Ungerechtigkeit auf der ganzen Welt.
Als Jugendlicher dann, verlies ich die Kirche, erlernte einen Beruf und trieb auch intensiv Sport, bis mir auch nach einigen Autounfällen mit Blechschaden bewußt wurde, dass auch ich ein schweres Alkoholproblem hatte. Sogar früh am Morgen mußte ich schon ein Glas mit Superalkohol trinken, damit ich etwas ruhiger wurde und mein Zittern nachlies. Ich stand wohl schon kurz davor, meine Arbeit zu verlieren, als einer meiner Brüder an Leberzirrhose starb, auch wegen dem Alkohol. Es wurde mir bewußt, dass mein Ende nicht mehr weit entfernt war und ich bekam Angst. Ich versuchte immer wieder vom Alkohol los zu kommen, aber schaffte es nicht. Da blieb mir nur noch eins, wenn es Gott wirklich gibt, kann nur Er mir helfen.
Eines Abends dann, nachdem ich wieder getrunken hatte, kniete ich mich hin und flehte Gott aus ganzem Herz um Hilfe an. Am nächsten Tag stand ich auf ohne Kater, ohne Zittern, ohne Trinklust, ja ich fühlte mich so ruhig wie niemals zuvor. An dem Tag veränderte sich mein Leben, denn ich began plötzlich, klar zu denken, aber ich hatte auch große innere Konflikte und meine Suche nach Gott und dem rechten Weg hatte begonnen.
Einige Jahre später war ich kurz davor das Land zu verlassen und nach Tibet auszuwandern, denn mir gefiel die Einfachheit der Menschen dort, als meine Bekannnte Sabine mich fragte, ob ich mit ihr eine Christenfamilie treffen wolle, die sie aus Florenz besuchen kam, um mit ihr über Gott und Prophezeiungen zu sprechen. Nach langem Gespräch mit ihnen über die Einfachheit vom Wort Gottes und dass beim Empfangen des Heiligen Geistes ein Wunder passiert und man in Zungen spricht, war ich tief berührt und blieb mit ihnen in Kontakt.
Eineinhalb Jahre von vergeudetem Nachdenken und Nachgrübeln vergingen, bis ich 1991 einen Anruf von Sabine aus Florenz bekam und sie mir ganz aufgeregt berichtete, dass sie dort den Heiligen Geist empfangen habe, mit dem Wunder und Zeichen in Zungen zu sprechen und sie sich jetzt taufen liese. Sobald ich konnte, bin ich nach Florenz gefahren, um sie von dort wegzuholen, aber nach weiteren Gesprächen mit biblischen Antworten auf all meine Fragen und einer langen Nacht der Ungewissheit und Angst, lies auch ich mich durch vollständiges Untertauchen im Wasser taufen und eine Woche später habe ich den Heiligen Geist empfangen und in Zungen gesprochen.
Von dem Moment an war es, als wäre Gottes Hand in meinen Kopf eingefahren und hätte all die Sorgen und Probleme und Ängste von dort entfernt, es war zu schön und ich bat Gott, dass Er dieses Gefühl noch länger in mir bestehen liese. Es war und es ist bis heute immer noch wunderbar!
In der selben Woche, als ich den Heiligen Geist empfangen habe, wurde bei meiner Mutter die Diagnose der Leberzirrhose im letzten Stadium festgestellt, ich erzählte ihr, was ich erlebt hatte und fragte sie ob sie wollte, dass wir für sie beten. Obwohl sie sehr verärgert war, dass wir jetzt wohl den Glauben gewechselt hätten, bat sie trotzdem um Gebet und kurz darauf wurde sie vollkommen geheilt. Die Ärzte verstanden nicht, warum es ihr wieder gut ging und die Testergebnisse plötzlich negativ waren.
Ein Jahr später heiratete ich Sabine und wir haben jetzt 3 wunderbare Kinder, die auch im Herrn sind. Vor vielen Jahren hätte ich mir niemals träumen lassen, dass ich eines Tages Gott als meinen Vater und Jesus Christus als meinen Herrn ansprechen könnte und dass ich sogar mit einer Frau und Kindern gesegnet sein würde. Ich danke Gott für Seine wundersame Gnade, die Er mir durch Jesus Christus, meinen Herrn, gegeben hat, jetzt bin ich wirklich ein Christ.
Amen


